CAD-Spezialist Nemetschek AG trotzt der Baukrise

30. März 2005, 14:58 Uhr |

CAD-Spezialist Nemetschek AG trotzt der Baukrise. Mit leichtem Umsatzanstieg (etwa 96 Millionen Euro) und deutlich besserem Betriebsergebnis (knapp über sieben Millionen) beendete die Nemetschek AG das Geschäftsjahr 2004. Trotz schwacher Konjunktur in der deutschen Bauwirtschaft will der CAD-Anbieter in diesem Jahr weiter zulegen.

CAD-Spezialist Nemetschek AG trotzt der Baukrise

»Wir sind sehr zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2004«, kommentierte Gerhard Weiß, Vorstandsvorsitzender der Nemetschek AG, die vorliegende Bilanz. Danach konnte der Konzern, Spezialist für Software und Consulting im Bereich Planen, Bauen, Nutzen von Bauwerken und Immobilien, im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 96,6 Millionen Euro (Vorjahr 95,6 Millionen) generieren. Ohne Wechselkurseffekte hätte das Unternehmen 1,3 Millionen mehr ausweisen können. Den leichten Umsatzanstieg trotz schwacher Bauwirtschaft in Deutschland, verdankt die Nemetschek AG vor allem dem starken internationalen Geschäft - der Anteil stieg von 48 auf derzeit knapp 50 Prozent. So wurden im Ausland 48 Millionen Euro (Vorjahr 45,6 Millionen) und im Inland 48,6 Millionen Euro (Vorjahr 50 Millionen) erwirtschaftet. Bei steigenden Umsätzen und vor allem niedrigen betrieblichen Aufwendungen, wie Weiß betonte, kletterte das Betriebsergebnis um 39 Prozent auf 7,8 Millionen Euro (Vorjahr 5,6 Millionen). Die betrieblichen Aufwendungen sanken um 1,4 Millionen Euro. Vor Firmenwertabschreibung (EBITA) stieg das Betriebsergebnis um etwa 24 Prozent auf elf Millionen Euro (Vorjahr 8,9 Millionen). Den Jahresüberschuss gab Weiß mit 5,4 Millionen Euro an ? nach vier Millionen in 2003. Als liquide Mittel weist der Konzern 39 Millionen Euro aus und damit 9,2 Millionen Euro mehr als 2003. »Die überzeugende Liquiditätsentwicklung ist vor allem auf den hohen Perioden-Cashflow von 14,7 Millionen Euro (13 Millionen im Vorjahr) zurückzuführen«, erläuterte der Vorstands-Chef. Das Eigenkapital erhöhte sich um 4,8 Millionen Euro auf 59,3 Millionen (Vorjahr 54,3 Millionen). Aufgrund des guten Verlaufes des Geschäftsergebnisses wird der Konzern erstmals seit dem Börsengang eine Dividende zahlen. Vorstand und Aufsichtsrat werden in der Hauptversammlung am 20. Mai eine Dividende in Höhe von zwei Euro je Aktie (0,50 Euro Basisdividende und 1,50 Euro Bonusdividende) vorschlagen. Zum laufenden Geschäftsjahr äußerte sich Weiß »vorsichtig optimistisch«. Der Vorstand rechnet mit einer international weiterhin guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. In Deutschland wird nach einer schwachen Baukonjunktur in der zweiten Hälfte mit einem leichten Anstieg gerechnet. »Wir erwarten in Deutschland eine verhaltene Umsatzentwicklung und im Ausland ein deutliches Umsatzplus. Unser ehrgeiziges Ziel ist es, die 100 Millionen Euro Umsatz zu erreichen, wobei der Gewinn überproportional steigen soll«, prognostiziert der Vorstandsvorsitzende. Nemetschek will im laufenden Geschäftsjahr außerdem die restlichen 25 Prozent an der österreichischen Ing. Auer ? Die Bausoftware GmbH übernehmen.


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