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Handel kämpft gegen »Schweinepreise«

Autor: Redaktion connect-professional • 23.12.2009 • ca. 0:40 Min

Die Diskussion über die Billig-Preise der Online-Händler wurde in diesem Jahr mit Schärfe geführt. Nicht nur Michael Schröter, Geschäftsführer vom Berliner Systemhaus Pentacom, verlangt gerechte Einkaufsbedingungen bei den Distributoren und schreckt vor einem Boykott nicht zurück. Systemhaus- Chef Schröter im Interview mit Computer Reseller News: »Wir wollen die Broadliner überzeugen, die großen Deals mit den Etailern genauer zu überprüfen. Es kann nicht sein, dass an einen Etailer mit Verlust oder geringem Gewinn 1.000 Notebooks geschickt werden. Wenn die Distribution nicht bereit ist, für gerechtere Einkaufsbedingungen zu sorgen, werden wir diese Lieferanten boykottieren. Dann werden wir die Etailer gezielt als Einkaufsadresse nutzen.«

Immer wieder heißt es, dass der Handel doch lieber Dienstleistungen statt Produkte verkaufen solle. Doch auch dieses Argument entkräftet Schröter: »Natürlich bieten wir und viele andere Fachhändler Standard- und Individual-Services an und die Kunden nehmen diese Dienstleistungen auch an. Das ist aber kein Grund, die Margen aus dem Servicegeschäft zu verwenden, um das Handelsgeschäft zu subventionieren.«