Durchblick dank mobilisierter Lieferkette

24. März 2005, 0:00 Uhr |

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Durchblick dank mobilisierter Lieferkette (Fortsetzung)

Mobile Terminals
Um sicherzustellen, dass der Informationsfluss ununterbrochen bleibt, selbst wenn sich die Mitarbeiter in entfernten Ecken des Lagers oder Werksgeländes be­finden, wurden Kommissioniergeräte auf Gabelstapler und LKWs montiert und die Mitarbeiter können so jeden der 200000 Palettenregalplätze der Igepa ohne Verbindungsunterbrechung an­fahren. Wichtig bei der Wahl der Hardware war, dass sich die Terminals einfach im bewegten Zustand bedienen lassen. Auch benötigen die Geräte Tastatur und Scanner, damit Daten wie Barcodes auf den Produkten direkt am Lager- oder Produktionsort erfasst werden können. Darüber hinaus müssen mobile Endgeräte im Industrieumfeld Vibrationen, Stöße, große Gewichtsbelastungen genauso wie Hitze und Kälte aushalten. Die aufgenommene Datenmenge muss sich zuverlässig speichern und über Funk weiterleiten lassen können. Dabei sind schnelle und sichere Schnittstellen zu den eingesetzten ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning) erforderlich. Nur so haben Geschäftsführung, Verwaltung wie auch Lagerverwalter alle Daten der Lieferkette nahezu in Echtzeit zur Verfügung.

Distributionslogistik läuft drahtlos
Durch die Funkkommissionierung sind keine manuellen Rückmeldungen mehr erforderlich. Die Distributionslogistik des Papiergroßhandels läuft heute größtenteils drahtlos. Die Buchungsvorgänge sind korrekt und entsprechen der tatsächlichen physischen Warenbewegung. Alle Schritte vom Wareneingang bis zum Lieferscheindruck im Versand werden vom Datenfunk unterstützt und angestoßen. Von den Papierfabriken oder Partnern kommende Ware wird im Wareneingangspuffer mit einem Lagerhilfsmittel-Etikett (LHM) gekennzeichnet, das neben Klarschriftinformationen einen Code zur internen Identifikation enthält. Zum Einstapeln der Ware im Lager vergibt das LVS online eine Platzvorgabe. Diese wird beim Einlagern durch Lesen des Prüfetiketts am Regalplatz auf Richtigkeit kontrolliert. Bei Übereinstimmung wird die Ware im LVS auf diesen Stellplatz eingebucht. Die gleiche zeitnahe Plausibilitätsprüfung findet beim Auslagern der Ware statt. So wird sichergestellt, dass der Staplerfahrer am richtigen Ort die richtige Palette abholt. Die Reihenfolge der zu bearbeitenden Aufträge wird vom LVS vorgeschlagen und auf dem Fahrzeugterminal angezeigt. Ist ein Kundenauftrag fertig kommissioniert, wird er an einen vom LVS vor­gegebenen Bereitstellungsplatz gebracht und über Funk der Ausdruck des Warenausgangsetiketts aus dem System veranlasst.

Fit für die Zukunft
Die Igepa hat sich mit der mobilen auf Funk basierenden Datenerfassungslösung technologisch auf die steigenden Anforderungen an die Distributionslogistik vorbereitet. Die Aktualität und Fehlerfreiheit der Daten ermöglicht eine bessere Lagerauslastung und führt zu Kostensenkungen. Leerfahrten werden vermieden, da die Zuweisung von Transportaufträgen effizienter bewerkstelligt wird. Optimierte Fahrtstrecken entstehen durch die genauere Planung des Transportbedarfs. Die Vergabe von Transportprioritäten erfolgt je nach Wartezeit, sodass die Güter zeitnah bereitgestellt werden. »Der durchgängige Einsatz der Datenfunktechnologie in unserer internen Warenwirtschaft hat nicht nur Fehl- und Falschkommissionierungen weitgehend eliminiert, er ermöglicht uns vor allem, die vielen Vorteile, die moderne LVS bieten, überhaupt erst zu nutzen«, berichtet Bernd Broocks.


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