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Abmahnwellen und Preiskämpfe bedrohen Kanal

Durch breites Info-Angebot überzeugen

Autor: Samba Schulte • 7.12.2006 • ca. 1:45 Min

Aber natürlich überwiegen in den Augen der Etailer bei weitem die Vorteile, die der Online-Handel bietet. Martin Wild fasst sie so zusammen: »Onlineshops bieten nachweislich die besten Preise im Markt. Man kann bei ihnen rund um die Uhr bequem und stressfrei von zu Hause aus einkaufen und die Artikel sind zumindest bei den seriösen Anbietern schnell verfügbar.« Helge Grubschat betont dagegen die Möglichkeit, im Internet eine sehr große Auswahl an Produkten anschaulich zur Verfügung stellen zu können und sieht den Online-Handel in diesem Aspekt sogar gegenüber dem stationären Handel im Vorteil. »Durch zahlreich verfügbare Produktinformationen und weiterführende Links zum Produktthema kann das Informationsbedürfnis bis zur Kaufentscheidung in einem Maß gedeckt werden, welches die Beratungsqualität bekannter Flächenmärkte oftmals deutlich übersteigt«, sagt der Marketingleiter von Computeruniverse.net. Von Wedemayer von Notebooksbilliger.de ist sich sicher, dass durch das zunehmend beliebtere Internetsurfen die Kunden online öfter spontan einkaufen als auf der Straße.

Zudem verweist er auf die Möglichkeit der Etailer, besondere Serviceoptionen anzubieten, die durch das besondere Wirtschaftsmodell des Online-Handels finanzierbar seien. »Durch hohe Stückzahlen ist es möglich, Services zu definieren, die für einen kleineren Händler wirtschaftlich nicht darstellbar wären«, sagt er. Als Beispiele aus seiner Firma nennt er ein eigenes redaktionell gestaltetes Informationsportal sowie eigene Shoppingseiten für Azubis, Schüler und Studenten mit rabattierten Preisen. Von Wedemayer kann sich sogar einen channelunabhängigen Paradigmenwechsel im Handel vorstellen. »Nicht mehr die Fläche zählt, sondern der Nutzen für den Käufer. Nur wer es schafft, sich mit für Consumer relevante Alleinstellungsmerkmale zu positionieren, hat die Chance, sich abzuheben. Diejenigen, die alles wie früher machen, werden verlieren.«

Alles in allem gehen die Etailer davon aus, dass sich der Markt für Online-Anbieter weiterhin positiv entwickeln wird. »Leidtragende dieses Erfolgs werden hauptsächlich die Discounter sein, deren Marktanteil weiterhin abnehmen wird«, ist Martin Wild überzeugt. Ihre positiven Prognosen teilen sie wiederum mit E-Commerce- Experten. Der BVDW schätzt gar, dass die derzeitigen Umsätze im B-to-C-Online- Handel bei gerade mal 15 Prozent des gesamten Potenzials liegen. Zunehmende Service-Angebote, Preistransparenz sowie der ständige Ausbau der Funktionalitäten und die Tatsache, dass immer mehr Händler ihren E-Commerce-Bereich aufstocken, wiegen nach Ansicht der Fachleute schwerer als etwa die Erhöhung der Mehrwertsteuer oder die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. Langfristig birgt der Online- Handel ein Potenzial von mindestens 100 Milliarden Euro, so die Prognosen von Versandhandelsexperten.

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INFO

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