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Widerstand formiert sich

Autor: Redaktion connect-professional • 10.12.2009 • ca. 0:50 Min

Mit einer Unterschriftenaktion will Ebay Druck gegen Vertriebsbeschränkungen machen
Mit einer Unterschriftenaktion will Ebay Druck gegen Vertriebsbeschränkungen machen

Ebay hat sich als einer der Hauptbetroffenen mittlerweile den Kampf gegen die Vertriebsbeschränkungen auf die Fahnen geschrieben. »Als weltweiter Online-Marktplatz ruft Ebay Käufer und Händler gleichermaßen auf, sich gegen solche unfairen Methoden zu wehren«, erklärt Ebay-Sprecher Nerses Chopurian. Das Unternehmen hatte im Sommer eine Petition gegen Beschränkungen des Onlinehandels gestartet und mittlerweile mehr als 750.000 Unterschriften gesammelt. Dabei setzt die E-Commerce-Plattform auf die Europäische Union und fordert ein Verbot der Vertriebsbeschränkungen im EU-Wettbewerbsrecht. Unterstützung erhält Ebay dabei vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv): »Die Entscheidung über den gewählten Einkaufskanal mit seinen jeweiligen Vor- und Nachteilen muss beim individuellen und mündigen Verbraucher liegen«, so der vzbv in einer Stellungnahme. »Diese Wahl umfasst auch die Auswahl des Serviceumfangs – und den damit verbundenen Preisunterschied.«

Handlungsbedarf beim Thema sieht auch Deltatecc-Chef Müller: Für den Multichannel-Unternehmer stellen Beschränkungen beim Onlinevertrieb eine handfeste Bedrohung seiner Geschäftsgrundlage dar. »Schließlich wollen wir die Ware ja am besten in allen Kanälen gut verkaufen!«, so der Saarländer. Doch mittelfristig befürchtet Müller eher eine Zuspitzung des Themas: »Inzwischen häufen sich die Vertriebsbeschränkungen derart, dass man überlegt, ob es sich nicht irgendwann einmal lohnt, gegen das Thema zu klagen.«