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Telekommunikation im Auf- und Abwind (Fortsetzung)

Autor: Redaktion connect-professional • 1.2.2006 • ca. 1:30 Min

Inhalt
  1. Telekommunikation im Auf- und Abwind
  2. Telekommunikation im Auf- und Abwind (Fortsetzung)
  3. Telekommunikation im Auf- und Abwind (Fortsetzung)
Akzeptiert die Regulierung der Glasfasernetze nicht und will für sein geplantes neues Glasfasernetz (VDSL) ein Monopol, Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke.  Foto:Deutsche Telekom
Akzeptiert die Regulierung der Glasfasernetze nicht und will für sein geplantes neues Glasfasernetz (VDSL) ein Monopol, Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke. Foto:Deutsche Telekom

Neue Investitionen
Europas größte Telefongesellschaft, die Deutsche Telekom, hat im dritten Quartal 2005 in fast allen Sparten deutliche Zuwächse erzielt und damit seit Anfang des Jahres 2005 rund 4,37 Milliarden Euro verdient gegenüber einem Verlust von 150 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Das Unternehmen profitierte im dritten Quartal 2005 vor allem von Zuwächsen im Mobilfunkbereich. Hierzulande gewann T-Mobile, die Mobilfunktochter der Telekom, zirka 530000 Handy-Kunden hinzu. Damit stieg der Umsatz im Bereich Mobilfunk im dritten Quartal 2005 um 10,6 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro, das bereinigte Ebitda erhöhte sich um 15 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Bis 2007 will der Bonner Konzern für sein drahtloses Telefonangebot zusätzlich rund 8,2 Millionen neue Vertragskunden gewinnen. Weltweit hätte die Telekom dann deutlich mehr als 90 Millionen Mobilfunkkunden. Umsatz bringen sollen 2006 auch neuen Produkte wie das »Dual Phone«, einer Kombination aus Handy und Festnetzgerät sowie das »Triple Play«, also Telefon-, Internet- und Fernsehangebote aus einer Hand. Ein weitere potentielle Umsatzquelle sieht Telekom-Lenker Kai-Uwe Ricke im Aufbau eines neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes. Hier erhielt er jedoch Ende 2005 einen Dämpfer von der Brüsseler EU-Kommissaren Viviane Reding, die Ricke verbietet, das Glasfasernetz nach dem geplanten Ausbau für schnellere Internetverbindungen exklusiv zu nutzen. Die Telekom möchte also ? wie die anderen europäischen Telkos ? auch in diesem Jahr weiter wachsen, im Schnitt um rund fünf Prozent in den nächsten zwei Jahren und ihren Umsatz so auf 66 Milliarden Euro steigern. Analysten des Londoner Marktforschungsinstituts Nomura bezweifeln jedoch, ob Ricke die geplante Umsatzsteigerungen wirklich erreichen kann. 2006 will der Telekom-Chef, um konkurrenzfähig zu bleiben, aber stärker investieren, was wohl letztlich auf Kosten des Gewinns geht. Sein Breitbandgeschäft ausbauen will auch der spanische Telefonkonzern Telefonica. Geplant ist, in den nächsten Jahren mehr als zehn Milliarden Euro in dieses Geschäftsfeld zu investieren und so dem Umsatzrückgang auf dem spanischen Festnetzmarkt entgegenzuwirken. Durch die Ende Oktober 2005 angekündigte Übernahme des britischen Telefonanbieters 02 für rund 26 Milliarden Euro möchten die Spanier außerdem ihre Position auf dem europäischen Mobilfunkmarkt stärken.