Microsoft hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und mit Windows Phone ein relativ robustes und sicheres Betriebssystem für Smartphones entwickelt, so das Ergebnis der Studie. Zwar ist die aktuelle Version noch nicht lange genug auf dem Markt, um sich im Unternehmensumfeld durchgesetzt zu haben, aber es lassen sich doch einige gesichert Erkenntnisse aufzeigen: Ähnlich wie bei Android erstellt das Betriebssystem mithilfe von Privilegien und Isolationstechniken Sandbox-Prozesse. Diese bei Windows „Kammern“ genannten Prozesse basieren auf einem Richtliniensystem, das im Gegenzug festlegt, auf welche Systemfunktionen die Prozesse innerhalb einer solchen Kammer zugreifen können.
Bei Android werden die meisten Geräte noch mit Version 2.x und nicht der aktuellen Version 4 ausgeliefert. Es gibt daher keine zentrale Möglichkeit, Betriebssystem-Updates bereitzustellen – so dass viele Benutzer für eine unnötig lange Zeit ohne entsprechenden Schutz auskommen müssen. Demgegenüber stehen Vorteile wie die Tatsache, dass Anwendungen auf das Netzwerk nicht ohne vorherige Zustimmung durch die Benutzer zugreifen können. Doch weil die Benutzer die entsprechende Berechtigung erteilen, ohne die Einzelheiten genau zu studieren, bleibt oft unklar, was die einzelnen Apps genau tun.
Nigel Stanley, Practice Leader Security bei Bloor Research, ist einer der Autoren der Studie. Er sagt: „Viele Sicherheits-Experten, mit denen ich zu tun habe, äußern noch immer große Bedenken, wenn es um den Einsatz privater mobiler Endgeräte im Unternehmen geht, der ja auch noch immer zunimmt. Neben den technischen Herausforderungen stehen Unternehmen vor einem weiteren Problem: Sie müssen erkennen, dass eine durchdachte Sicherheitspolitik sowie Benutzerschulungen unerlässlich sind.”
Raimund Genes, Chief Technical Officer bei Trend-Micro und ebenfalls einer der Autoren, ergänzt: „Gerade angesichts des weiter anhaltenden BYOD-Trends muss man festhalten: Jedes mobile Endgerät stellt aus Unternehmenssicht ein potentielles Sicherheitsrisiko dar. Die Studie hat in diesem Zusammenhang einige interessante Ergebnisse zutage gefördert. So haben sich einige mobile Plattformen bei ihrer Weiterentwicklung deutlich sichtbar an Unternehmensanforderungen orientiert, während andere noch immer deutliche Spuren eines endkundenorientierten Ansatzes aufweisen. Die mobilen Plattformen sind also noch nicht in jeder Hinsicht reif für den Unternehmenseinsatz.“