Dell Private Cloud jetzt mit Nutanix
Dell Technologies integriert Nutanix AHV in die Dell Private Cloud. Unternehmen sollen Compute- und Storage-Ressourcen disaggregiert betreiben, unabhängig skalieren und Multi-Hypervisor-Strategien wirtschaftlich umsetzen können.
Dell Technologies erweitert nach eigenen Angaben die Dell Private Cloud um die Unterstützung des Hypervisors Nutanix AHV. Unternehmen könnten damit Nutanix AHV mit externen Speichersystemen von Dell kombinieren und ihre Infrastrukturarchitektur flexibler gestalten.
Bereits bislang habe die Plattform VMware sowie Red Hat OpenShift unterstützt. Mit der Integration von Nutanix verfolge Dell das Ziel, Unternehmen bei der Umsetzung von Multi-Hypervisor-Strategien zu unterstützen und Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu reduzieren. Laut einer im entsprechenden Dell-Blogbeitrag zitierten Gartner-Analyse aus dem Jahr 2024 würden 52 Prozent der IT-Verantwortlichen mehrere Hypervisor-Optionen als strategischen Ansatz zur Vermeidung von Vendor Lock-in prüfen.
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Disaggregierte Infrastruktur für flexible Skalierung
Das Lösungsportfolio der Dell Private Cloud basiert auf einem disaggregierten Infrastrukturansatz. Compute, Storage und Netzwerk seien logisch getrennt, sodass sich Ressourcen unabhängig voneinander skalieren und bestehende Hardware-Investitionen weiterverwenden ließen.
Durch diese Architektur könnten Unternehmen Workloads präziser auf spezifische Leistungs- und Kapazitätsanforderungen abstimmen. Die Kombination von Nutanix AHV mit Dell-Infrastruktur solle es ermöglichen, Compute- und Storage-Ressourcen bedarfsgerecht auszubauen, ohne vollständige Systemerneuerungen vornehmen zu müssen.
Integration mit PowerFlex und PowerStore
Die Unterstützung von Nutanix AHV stehe ab sofort für Dell-PowerFlex-Systeme zur Verfügung. Für Sommer 2026 kündigt das Unternehmen zudem eine Integration in Dell-PowerStore-Systeme an. Damit sollen unterschiedliche Speicheranforderungen – von performancekritischen bis zu kapazitätsorientierten Workloads – adressiert werden können.
Unternehmen könnten so die jeweils passende Storage-Plattform auswählen und gleichzeitig eine konsistente Betriebsumgebung beibehalten.
Automatisiertes Lifecycle-Management
Zentrales Element der Lösung sei die Dell Automation Platform. Sie übernehme laut Hersteller die automatisierte Bereitstellung (Day 0), Administration (Day 1) sowie das Lifecycle-Management (Day 2) der Infrastrukturkomponenten.
Die Automatisierung erstrecke sich über Compute-, Storage- und Hypervisor-Ebene und solle ein appliance-ähnliches Betriebsmodell ermöglichen. Gleichzeitig blieben gewohnte Werkzeuge wie die Nutanix Prism-Oberfläche nutzbar, sodass bestehende Betriebsprozesse nicht grundlegend angepasst werden müssten.
Wirtschaftliche und strategische Aspekte
Dell positioniert die Erweiterung als strategischen Schritt hin zu größerer wirtschaftlicher Flexibilität. Durch die Unterstützung mehrerer Hypervisor – VMware, Red Hat OpenShift und nun Nutanix – könnten Unternehmen für unterschiedliche Workloads jeweils geeignete Plattformen einsetzen, ohne separate Infrastruktursilos aufzubauen.
Die Wiederverwendung vorhandener Dell-Systeme solle Investitionsschutz bieten und eine schrittweise Modernisierung ermöglichen. Die Kombination aus disaggregierter Architektur und Multi-Hypervisor-Fähigkeit könne dazu beitragen, Infrastrukturkosten planbarer zu gestalten und Kapazitäten enger am tatsächlichen Bedarf auszurichten.
Grundlage für hybride und zukunftsfähige IT-Strategien
Mit der erweiterten Unterstützung adressiert Dell laut eigenen Angaben Unternehmen, die ihre Private-Cloud-Strategie an veränderte Geschäftsanforderungen anpassen möchten. Die Plattform solle eine konsistente technologische Basis für klassische Virtualisierungs-Workloads ebenso wie für containerisierte Anwendungen bieten.
Durch standardisierte Schnittstellen und automatisierte Betriebsprozesse könne die Lösung in bestehende Rechenzentrumsumgebungen integriert werden. Damit richte sich das Angebot insbesondere an Organisationen, die ihre IT-Landschaft modernisieren und gleichzeitig Betriebskontinuität sowie Compliance-Anforderungen sicherstellen möchten.