Kommentar: Zukunftsfähigkeit von Java-Investitionen sichern

24. September 2010, 15:18 Uhr | Ralf Ladner
© Materna

Java ist zum festen Bestandteil innerhalb der IT geworden. Millionen von Programmierern arbeiteten und arbeiten mit dieser Sprache. Aber die Entwicklung von Java war und ist alles andere als gradlinig. Um so wichtiger ist es für die Anwender, Struktur, Design und Architektur in ihre Java-Anwendungen zu bringen.

Von Frank Pientka ist Software-Architekt bei Materna

Der Entwicklungsweg von Java war schon immer durch Zufälle bestimmt worden. Ex-Senior-Direktor Mark Herring von Sun hat es so ausgedrückt: „Der Erfolg von Java ist eine Geschichte von Fehlern. Es kam immer alles anders als geplant. Java hat sich, wenn auch immer in unvorhersehbare Richtungen, dennoch erfolgreich entwickelt." Nach einer durchschrittenen Marktbereinigung sind als große Java-Förderer Oracle, IBM, SAP und als einziger großer Open-Source-Software-Verfechter Red Hat mit JBoss übrig geblieben. Mit der Übernahme von Sun Microsystems, dem Erfinder von Java, durch Oracle fragen sich heute aber viele Unternehmen, in welche Richtung der Java-Weg künftig führen wird, und vor allem mit welchem Erfolg für ihre Anwendungsentwicklung.

Die hohe Sensibilität der Unternehmen ob künftiger Java-Weichenstellungen durch Oracle kommt nicht von ungefähr. Immerhin sind in ihrem Haus über viele Jahre mächtige, unternehmenskritische Java-Anwendungen entstanden. Demzufolge wollen die Unternehmen ihre bisher getätigten, hohen Investitionen sicher wissen und auf dieser Basis weiterentwickeln und optimieren. Das wird nur möglich sein, wenn die Unternehmen auch künftig auf die ausgewiesenen Java-Stärken wie Plattformunabhängigkeit, Stabilität, Vielfältigkeit und Offenheit bauen können. Zweierlei erscheint zum Nutzen der Anwender unumstößlich: Der Quellcode von Java wird weiterhin als Open-Source frei verfügbar sein. Die Apache Software Foundation wird parallel zu den Java-EE (Enterprise-Edition)-Offerten von Oracle, IBM und SAP herstelleroffene Implementierungen in Form von Apache und Eclipse bereitstellen.


  1. Kommentar: Zukunftsfähigkeit von Java-Investitionen sichern
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