Palo Alto Networks schließt Chronosphere-Übernahme ab
Palo Alto Networks hat die Übernahme von Chronosphere abgeschlossen. Laut Hersteller soll die Integration von Observability- und Security-Funktionen Unternehmen helfen, KI- und Cloud-Umgebungen transparenter, skalierbarer und wirtschaftlicher zu betreiben.
Mit dem Abschluss der Chronosphere-Akquisition adressiere Palo Alto Networks nach eigenen Angaben eine zentrale Herausforderung moderner IT-Landschaften: die fehlende Transparenz über stark wachsende Datenvolumina in cloud-nativen und KI-getriebenen Umgebungen. Chronosphere sei darauf ausgelegt, umfangreiche Telemetriedaten aus Anwendungen, Infrastruktur und Services in Echtzeit zu verarbeiten und auszuwerten.
Der Anbieter verweist darauf, dass klassische Monitoring-Werkzeuge in dynamischen Cloud-Architekturen an ihre Grenzen stoßen würden. Die Observability-Plattform von Chronosphere solle hingegen eine durchgängige Sicht auf verteilte Systeme ermöglichen und damit fundierte Betriebs- und Sicherheitsentscheidungen unterstützen.
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Geplante Integration in die Cortex-Plattform
Im Mittelpunkt der weiteren Produktstrategie stehe die geplante Integration der Chronosphere-Technologie in die Cortex-Plattform von Palo Alto Networks. Insbesondere die Kombination mit Cortex AgentiX soll es laut Unternehmen erlauben, KI-gestützte Agenten für die automatisierte Analyse und Behebung von Sicherheits- und Betriebsproblemen einzusetzen.
Durch die Verbindung von Observability-Daten und Security-Analysen könne Kontext über Anwendungen, Nutzer, KI-Modelle und Performance hergestellt werden. Dies solle einen Übergang von reaktiven Prozessen hin zu weitgehend autonomen Betriebs- und Sicherheitsmodellen ermöglichen.
Kostenkontrolle und Skalierbarkeit im Fokus
Chronosphere bleibt nach Angaben des Unternehmens auch künftig als eigenständige Lösung verfügbar. Die Telemetry Pipeline fungiere dabei als intelligente Steuerungsschicht für Telemetriedaten. Sie könne Datenströme filtern und priorisieren, um das sogenannte „Data Tax“-Problem zu reduzieren.
Der Hersteller gibt an, dass sich dadurch Datenvolumina um 30 Prozent oder mehr senken ließen und im Vergleich zu herkömmlichen Ansätzen bis zu 20-mal weniger Infrastruktur erforderlich sei. Diese Eigenschaften seien insbesondere für großskalige Security-Operationen relevant und würden die Strategie rund um Cortex XSIAM unterstützen, bei der Skalierung der Sicherheitsarchitektur nicht automatisch steigende Kosten nach sich ziehen solle.
Strategische Bedeutung für Enterprise-Kunden
Palo Alto Networks betont, dass Unternehmen zunehmend Plattformansätze bevorzugen, um Komplexität und Vendor-Lock-in zu reduzieren. Mit der Erweiterung um Observability-Funktionen wolle der Anbieter seine Position als integrierte Plattform für Cloud-, KI- und Security-Anforderungen stärken.
Chronosphere bringe dabei laut Unternehmensangaben spezifische Expertise im Betrieb hochkomplexer digitaler Umgebungen ein. Die Kombination aus Security, Observability und KI solle Organisationen helfen, ihre Daten als strategischen Vermögenswert besser zu kontrollieren und zu schützen.