Im Rahmen der Professional Developers Conference hat Microsoft seine Cloud-Computing-Plattform »Azure« gestartet. Sie ermöglicht es den Kunden, Anwendungen hochzuladen, um sie unabhängig von Gerät und Aufenthaltsort über Web oder Desktop nutzen zu können.
Microsofts Chief Software Architect Ray Ozzie hat auf der Professional Developers Conference (PDC) in Los Angeles den Startschuss für die Windows Azure-Plattform gegeben, die ein wichtiger Teil der »Software+Services«-Strategie ist. Die Cloud Services ermöglichen es Kunden, Programme auf den Servern in Microsoft-Rechenzentren zu hosten und sie anschließend über das Web zu nutzen.
Gleichzeitig stellte Ozzie in seiner Keynote auch SQL Azure vor und kündigte einige neue Windows Azure- und Windows-Server-Funktionen sowie einen Marktplatz für Cloud-Anwendungen an.
In seiner Rede beschrieb Ozzie Azure als einen Teil von Microsofts Vision von »drei Bildschirmen und einer Cloud«. Die drei Bildschirme seien dabei als die verschiedenen Zugänge zu digitalem Content zu sehen, die PCs, Smartphones und weitere Geräte wie intelligente Fernseher darstellen.
Die Cloud im Hintergrund könne dabei sowohl bei einem Service-Provider als auch privat im eigenen Datacenter liegen. Damit will Microsoft den verstärkten Trend zu Mischangeboten aus Online-Services und lokal installierter Software adressieren.
Azure hält dafür eine breite Palette an Tools bereits. Sie ermöglichen es, bestehende Software zu hosten und auf die verschiedenen Endgeräte zu bringen. Zudem lassen sich mit den Werkzeugen völlig neue Cloud-Anwendungen erstellen.
Mehr Informationen und Entwickler-Tools für Windows Azure gibt es unter http://www.microsoft.de/windowsazure und auf dem offiziellen deutschen Launch-Event am 26. November auf der CloudConf in Stuttgart.
Zu den ersten Unternehmen die Azure in Deutschland einsetzen, gehört T-Systems mit »Stromboxx«, einer Lösung für Smart-Metering. Sie erlaubt die intelligente Steuerung von Stromnetzen und Endgeräten, sodass Energie bedarfsgerecht eingesetzt wird und damit Kosten gespart werden.
Erreicht ein solches intelligentes Netz eine kritische Nutzermasse an Geräten, kann der Anbieter Windows Azure-basierte Dienste wie das Nachfrageverhalten an die Energielieferanten geben oder viele kleine erneuerbare Energiequellen an das »virtuelle Kraftwerk« anschließen.