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Wearables

Großes Wachstumspotenzial

Autor: Redaktion connect-professional • 10.2.2016 • ca. 1:25 Min

Auch wenn der deutsche Wearables-Bereich noch in den Kinderschuhen steckt, haben die Geräte in Deutschland seit 2013 einen fulminanten Start hingelegt und sich im Massenmarkt durchgesetzt. Im Weihnachtsgeschäft 2015 gehörten sie laut Bitkom zu den beliebtesten Technikgeschenken. So wurden in Deutschland im vergangenen Jahr geschätzt 645.000 Smartwatches verkauft (2013: 25.700). Das entspricht einem Umsatz von 169 Millionen Euro (2013: 4,3 Millionen Euro).

„Vor dem Hintergrund, dass es sich um eine junge Produktkategorie handelt, ist diese Steigerung beachtlich“, konstatiert Olaf May, Senior Director Sales IT & Mobile Communications bei Samsung Electronics. Er ist sich sicher: „Das Smartwatch-Geschäft wird weiter dynamisch wachsen.“ Immerhin interessieren sich laut dem Bitkom 40 Prozent der Deutschen für Smartwatches und jeder Siebte will auf jeden Fall ein entsprechendes Gerät nutzen.  

Anbieter zum Thema

"Immer mehr Anbieter arbeiten mit traditionellen Uhren-Designern zusammen, um innovative Technologien mit zeitloser Uhrenästhetik zu kombinieren“, sagt Matthias Mittelviefhaus von Huawei Technologies Deutschland.
© Huawei Technologies Deutschland

Markttreiber
Neben Fitness- und GPS-zentrierten Angeboten steht aktuell die Personalisierung durch Armbänder und Watchfaces (Darstellung des Ziffernblattes) im Vordergrund. Der „Designfaktor“ wird für die Verbraucher immer wichtiger. „Natürlich sollen die Geräte praktisch sein und ihren Zweck erfüllen, aber gleichzeitig sollen sie auch cool aussehen und sich gut in den persönlichen Mode-Stil einfügen – quasi als modisches Accessoire“, sagt Matthias Mittelviefhaus, Vice President Consumer Business Group bei Huawei Technologies Deutschland.  

Die Tatsache, dass klassische Uhrenhersteller den Wearables-Markt entdeckt haben, wird ihm zusätzlich Impulse geben. „Nehmen wir die Smartwatch als Beispiel: Hier geht der Trend eindeutig weg von den Computer-Uhren und hin zum klassischen Uhren-Design. Immer mehr Anbieter arbeiten mit traditionellen Uhren-Designern zusammen, um innovative Technologien mit zeitloser Uhrenästhetik zu kombinieren“, erklärt Mittelviefhaus. Die Verbraucher würden zwar leistungsfähige Technik, aber mit Stil und Persönlichkeit haben wollen. „Hochwertig gestaltet und kein Massenprodukt – für jeden Einsatz geeignet, das ist das Ziel!“, so der Vice President. Darüber hinaus könnten aber auch künftige Technologien wie die eSIM Smartwatch-Vertriebsmodelle bereichern „Eine innovative Bedienung und die Steuerung des Smart Home sind weitere Aspekte, die den Markt befeuern werden. Langfristig wird auch Mobile Payment eine wichtige Rolle spielen“, sagt Olaf May von Samsung.