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Wearables

Herausforderungen im Verkauf

Autor: Redaktion connect-professional • 10.2.2016 • ca. 1:15 Min

Jan Sperlich von Gravis:
Jan Sperlich von Gravis: "Wer konkrete Use-Cases aufzeigen und technische Möglichkeiten der Produkte in einen Alltagsnutzen übersetzen kann, der profitiert wiederum vom Potenzial dieses Marktes."
© Gravis

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„Die Kombination aus klassischem Uhren-Design und modernster Technologie stellt die Branche vor neue Herausforderungen hinsichtlich der Vertriebswege, denn es gibt erst wenig Erfahrungswerte, wie und wo man die Verbraucher am besten anspricht“, gibt Mittelviefhaus zu Bedenken. „Beim Elektrofachhändler? In der Uhrenabteilung im Kaufhaus? Beim Juwelier? Hier müssen wir künftig sicherlich noch Einiges ausprobieren, um den optimalen Vertriebsweg zu finden.“

Hinzu kommt: „Obgleich dem Wearables-Markt große Wachstumspotenziale nachgesagt werden, fehlt es den Kunden an Informationen und konkreten Nutzwerten für ihren Alltag – die Massenmarkttauglichkeit dieser Produktkategorie stockt derzeit noch“, stellt Justin Weingärtner, Key Account Manager bei Medisana fest. Bei tausenden von Produkten am Markt verliere man leicht der Überblick.

Olaf May von Samsung:
Olaf May von Samsung: "Es wird eine Aufgabe bleiben, den Bekanntheitsgrad zu steigern und das Bewusstsein für den Mehrwert von Smartwatches zu etablieren. Das haptische Erlebnis des Ausprobierens ist hier besonders wichtig."
© Samsung

Ähnlich sieht das auch Jan Sperlich, Geschäftsführer bei Gravis: „Die Verbraucher sind orientierungslos, und obwohl diese Produktkategorie nicht neu ist, wissen wenige, wo sie eine große Auswahl der tragbaren Technik sowie gute Informationen dazu erhalten. Wenn ich mir ein Auto kaufen möchte, weiß ich, wo ich hingehen muss. Bei Wearables ist das schon schwieriger. Gehe ich in das Sportfachgeschäft? Die können Sport, aber weniger Technik. Gehe ich zum Technikmarkt? Bei denen ist es vermutlich umgekehrt. Kurzum, im Wettbewerb der Hersteller um Features und Funktionen darf nie vergessen werden, für wen die Produkte hergestellt werden und wie sie den Alltag der Nutzer erleichtern können.“ Wer konkrete Use-Cases aufzeigen und technische Möglichkeiten der Produkte in einen Alltagsnutzen übersetzen könne, der profitiere wiederum vom Potenzial dieses Marktes. „Genau hier liegt die Chance für den Fachhandel“, so Sperlich.

May resümiert: „Es wird eine Aufgabe bleiben, den Bekanntheitsgrad zu steigern und das Bewusstsein für den Mehrwert von Smartwatches zu etablieren. Das haptische Erlebnis des Ausprobierens ist hier besonders wichtig.“