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Konsumtrends

Anschaffungsabsicht hoch, aber Diskrepanz zu tatsächlicher Ausgabe

Autor: Redaktion connect-professional • 11.7.2017 • ca. 2:30 Min

Inhalt
  1. Technik-Nutzung auf hohem Niveau
  2. Anschaffungsabsicht hoch, aber Diskrepanz zu tatsächlicher Ausgabe
  3. Quo vadis VR?

Kaum Altersunterschiede gibt es bei der Anschaffungsabsicht für das Jahr 2017. Die Liste der Top 5 wird vom Smartphone (19 Prozent) angeführt, Elektrokleingeräte zur Körperpflege folgen auf Platz zwei mit 17 Prozent. 15 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, sich ein Elektrokleingerät für die Küche kaufen zu wollen. Sonstige Elektrokleingeräte für den Haushalt stehen ebenso wie TV-Geräte bei 13 Prozent der Befragten auf der Einkaufsliste für 2017.
 
Eine große Lücke zeigt sich beim Vergleich der Ausgabebereitschaft für Fernseh-Geräte mit den tatsächlich beim Kauf ausgegebenen Summen. So liegt der Durchschnittspreis aller verkauften TV-Geräte aktuell bei rund 600 Euro. Die im Rahmen der gfu Studie befragten Bürger sind aber bereit, zwischen 800 und 900 Euro für das nächste Fernsehgerät auszugeben. 43 Prozent (im Vorjahr 30 Prozent) sind sogar bereit, mehr als 1.000 Euro auszugeben und elf Prozent wollen über 1.400 Euro investieren. Erstmals gaben die Studienteilnehmer als häufigsten Kaufgrund mit 47 Prozent die hohe UHD-Bildauflösung an (Vorjahr 36 Prozent). Der größere Bildschirm als Kaufmotiv wurde mit 41 Prozent (Vorjahr 47 Prozent) auf Platz zwei verdrängt. Der drittwichtigste Grund für die Neuanschaffung bleibt, wie bei der Befragung 2016, Smart TV mit 31 Prozent (Vorjahr 29 Prozent). Hans-Joachim Kamp bemerkt dazu: „Industrie und Handel gelingt es offenbar nicht, die Ausgabebereitschaft in vollem Umfang abzurufen. An der Leistungsfähigkeit und der Ausstattung der Geräte ist dies nicht festzumachen, denn mit Ultra HD und großen Bilddiagonalen gibt es ausreichend Argumente in der Kaufberatung, was unsere Studie auch belegt.“
 
TV-Nutzung bleibt attraktiv

Des Weiteren belegt die gfu Studie: Smarte TVs sind in den Haushalten angekommen. Schon 42 Prozent der Befragten besitzen ein solches Gerät. Davon sind 88 Prozent an das Internet angeschlossen. Die Smart-Funktionen werden von 56 Prozent auch genutzt, in der Altersgruppe 16 bis 39 sogar von 65 Prozent. Dies führt auch dazu, dass die Zuschauer seltener zu den festgelegten Sendezeiten fernsehen. Im Schnitt sind dies 41 Prozent (38 Prozent im Vorjahr), bei den 16 bis 39 Jährigen liegt die Zahl bei 57 Prozent, bei den über 60-Jährigen bei 27 Prozent. Insgesamt bleibt die TV-Nutzung entgegen vieler anderer Erwartungen aber weiterhin attraktiv. 59 Prozent der 16- bis 39-Jährigen gaben an, nun mehr Zeit vor dem TV zu verbringen als ohne Smart TV, da sie mit den vernetzten Geräten häufiger passende Sendungen finden. Ebenfalls 59 Prozent dieser Altersgruppe sind generell bereit, für Programminhalte zu bezahlen, die 60+-Gruppe nur zu 16 Prozent. So überrascht es nicht, dass die Mediatheken mit 60 Prozent auf Platz eins bei der Nutzung der smarten Funktionen liegen, gefolgt von Video on Demand mit 56 Prozent und Videoclips mit 54 Prozent. Auch hier zeigt sich ein großer Unterschied zwischen den Altersgruppen: Video on Demand schauen nur 35 Prozent der über 60-Jährigen, dagegen 74 Prozent der 16- bis 39-Jährigen. Videoclips sehen 68 Prozent der Altersgruppe 16 bis 39 und nur 31 Prozent der Gruppe 60+.

„Besonders interessant ist dabei, dass sich damit die Herkunft der Programminhalte deutlich in Richtung amerikanischer Anbieter verschiebt. Während das lineare Fernsehen überwiegend lokalen Ursprungs ist, wird die Beliebtheit bei den Angeboten aus dem Internet von Amazon Prime mit 73 Prozent angeführt. Netflix folgt mit 41 Prozent auf Platz zwei und Google Play mit 28 Prozent auf Platz drei. Der deutsche Anbieter Maxdome kommt mit 24 Prozent auf Platz vier“, konstatiert Hans-Joachim Kamp.

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