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Zusatz: Westcon und Integrated Research wollen UCC aus der Schockstarre befreien

Claudia Rayling, Redaktion funkschau • 6.3.2015 • ca. 2:10 Min

Unified-Communication & Collaboration – seit Jahren geistert UCC als gefährliche Mischung aus Heilsversprechen und probater Lösung durch die Unternehmen. Der Grund: UCC ist zu komplex. Um Effizienzvorteile tatsächlich zu heben, ist ein tiefer Einstieg in die kombinierten Infrastrukturen nötig. Entsprechende Software hierfür ist vorhanden. Doch sie kommt nur schleppend zum Einsatz, weil es bisher niemand wagt, das Komplexitäts-Dickicht zu roden. Jetzt haben sich ein Distributor und ein Software-Anbieter der Sache angenommen. Gemeinsam wollen sie UCC endlich aus der Schockstarre befreien.

"Wer ins UCC-Schlaraffenland will, muss sich auch in der IP-Kommunikation erst mal durch einen dicken Breiberg fressen", schreibt Andreas Wächter, Kenner der weltweiten Netzwerkszene, allen Interessenten an integrierten Telekommunikationslösungen ins Stammbuch. Wächter ist Chef des in Europa noch als Geheimtipp gehandelten australischen Unternehmens Integrated Research (IR), das mit seiner Software "IR-Prognosis" alle jetzt noch bestehenden Hindernisse beim Betrieb moderner Lösungen für vereinheitlichten Sprach-, Bewegtbild- oder Mailverkehr abbauen kann. Damit die Hürden wirklich fallen, nimmt der auf UCC-Lösungen spezialisierte Fachhandelspartner Westcon jetzt neben Herstellern wie Avaya, Smart Technologies, Polycom oder Cisco auch IR mit ins Portfolio. Das "IR-Prognosis" kennt nicht nur die Unified-Communications-Systeme von Avaya, Microsoft oder Cisco aus dem Effeff, sondern es hat auch eine Schnittstellen-Infrastruktur, über die sich Daten aus den Systemen mehrerer Hersteller zusammenführen lassen. Beides sorgt dafür, dass UCC-Betreiber einen System-übergreifenden Durchblick erhalten.

Genau diese Anforderung hatte Csaba Érsek, Operations-Manager bei IT Services Hungary. In dessen Netzkontrollzentrum in Budapest kommt Prognosis heute in der Systemüberwachung, Fehlererkennung und für Maßnahmen in Überlast-Situationen zum Einsatz. Hierfür brauchte Érsek eine Echtzeit-Performance-Monitoring-Lösung, um den Live-Status von UCC-Kundenapplikationen jederzeit im Blick zu haben. Vorher hatte man versucht, die Umgebung mit mehreren unterschiedlichen Stand-alone-Management-Tools zu betreiben. Aber das ging schief, die Daten steckten in individuellen Logfiles fest und bildeten Informationssilos. Das brachte die Techniker in Zeitnot, wenn sie in Notfällen oder bei auflaufenden Problemen immer erst mehrere Datenquellen aufrufen und in Beziehung setzen mussten. Mit Prognosis ist das jetzt vorbei: Sämtliche Informationen befinden sich an einem Ort. Das erlaubt schnellere Reaktionszeiten und macht präventive Wartung möglich.

UCC – komplex, aber kontrollierbar
Um diese und weitere Nutzenaspekte einer breiten Anwenderschaft zugänglich zu machen, werden Westcon und IR in Zukunft Fachhandelskompetenz und analytische Expertise koppeln. Geplant sind Expertenrunden, bei denen Partner und Reseller in Tages-Workshops mit umfangreichem Wissen und Werkzeug ausgerüstet werden. Zum Programm gehören technischer Deep-Dive ebenso wie vertriebliche Gesprächsführung, ergänzt durch Beschreibungen konkreter Anwendungsfälle. Ziel ist es, UCC-Betreibern und solchen, die es werden wollen, die Scheu zu nehmen. Und ihnen die technische Kompetenz zu vermitteln, damit UCC das wird, was es ist: komplex, aber kontrollierbar.

"IR-Prognosis ist hier zu Lande noch ein typischer ,Hidden Champion‘ – alle brauchen die Software, aber wenige wissen bisher, welche Vorteile ihnen durch die Nicht-Nutzung entgehen. Das wird sich durch unsere gemeinsame Markterschließung in Zukunft ändern", sagt Marianne Nickenig, Senior-General-Manager Deutschland, Österreich, Schweiz und Osteuropa der Westcon-Sparte UCC. Die Anwender kann‘s freuen; sie profitieren davon, dass endlich jemand handelt. Konrad Buck/CR

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