In Sachen Vertriebsstrategie geht MMD allerdings eigene Wege. Das Unternehmen wird in Europa keine Niederlassungen in den einzelnen Ländern gründen. Den Vertrieb übernehmen Handelsvertretungen im Land, die zu einem Großteil von ehemaligen Philips Managern gegründet werden. Dabei handelt es sich um eigene Unternehmen, welche die Schnittstelle zwischen den Vertriebskanälen und dem Headquarter in den Niederlanden bilden.
Im Produktportfolio will MMD künftig stärker zwischen B-to-B und B-to-C-Geschäft unterscheiden und dedizierte Monitore für die beiden Zielgruppen auf den Markt bringen.16:9-Formate ordnet MMD den Privatkunden zu, während sich die 16:10-Displays vor allem an den Business-Bereich richten. »Die Produktdifferenzierung muss klar sein«, erklärt Europachef Schade im Gespräch mit Computer Reseller News. Außerdem rechnet Schade mit einer verbesserten Warenverfügbarkeit durch die Einkaufsmacht der taiwanesischen Mutter.
In einer Zeit, in der Panel-Hersteller ihre Produktionskapazitäten herunterfahren und die Panel-Preise monatlich deutlich steigen, kann dies einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringen. »TPV bietet uns große Produktionskapazitäten im Hintergrund«, sagt Schade. Die ersten neuen Produkte mit denen MMD in den Markt geht sind der Philips »LightFrame Monitor« für Privatkunden und der Philips Brlliance LCD-Monitor mit »PowerSensor« für den B-to-B-Markt.