Die Konzepte der Frachtkostenmodelle
- Steigende Frachtkosten sorgen für Ärger
- Riskante Frachtfrei-Aktionen
- Bestellvolumina sollen steigen
- Die Konzepte der Frachtkostenmodelle
Grundsätzlich entscheiden sich die Distributoren bei ihren Frachtkostenmodellen entweder für Gewicht pro Sendung oder Auftragswert. Zusätzlich werden, je nach Grossist, Zuschläge beispielsweise für Maut, Mindestmenge oder Mindermenge verlangt. Abschläge oder Pauschalpreise enthalten einige Modell für Online-Bestellungen. Wie kompliziert und zugleich auch problematisch sich die Frachtkostenkalkulation für die Distribution darstellt, ist daran zu erkennen, dass derzeit einige Grossisten intensiv ihre Modell neu berechnen. So hat beispielsweise Tech Data ein fünfstufiges Standard-Frachtmodell erarbeitet. Unterschieden wird nach Gewichtsklassen: 0 bis 10 Kilogramm, 10 bis 100 Kilo, 100 bis 300 Kilo, 300 bis 750 Kilo sowie mehr als 750 Kilo. Allerdings sind die Kosten dafür noch nicht endgültig kalkuliert, sollen aber in Kürze bekannt gegeben werden. Zusätzlich erarbeitet Tech Data für Fullfilment Kunden ein Kostenmodell bei Lieferung zum eigenen Lager und Drop Lieferung zum Endkunden. Ebenfalls mit spitzen Bleistift wird zur Zeit in Straubing bei Also gerechnet. Denn die bisherige Kostentabelle müsse überarbeitet, sprich angepasst werden. Sicher ist, auch die Verweigerer unter den Distributoren werden über kurz oder lang Frachtkosten weiter berechnen müssen. Oder sie schlagen die Kosten auf ihre Preiskalkulation auf. Ehrlich aber ist jedenfalls die klare Ausweisung dieser Zusatzkosten. Andere Branchen machen es der ITK-Distribution schon längst vor. Und es klappt. Auch wenn es für den Fachhandel dadurch nicht einfacher wird.
An den drei Beispielen, Actebis, COS und Ingram Micro, erkennen Sie, wie die Distribution ihre Frachtkostenmodelle (Stand Oktober 2008) konzipiert hat.
Actebis Peacock: Pro Paket maximal 10 Euro (Online 6 Euro). Zusätzlich: Versicherung 4 Euro (Online 1,50 Euro), Maut 0,50 Euro, Umelt-/Verpackungspauschale 1,45 Euro. Keine Mindestbestellmenge
COS: Pro Paket 4,90 Euro. Zusätzlich: Versicherung 2 Euro, Verpackungspauschale 1,45 Euro, Maut 0,50 Euro, Umweltpauschale 1,25. Mindestbestellwert 150 Euro beziehungsweise individuelle Vereinbarung.
Ingram Micro: Online-Bestellungen pauschal 8 Euro, Paket bis 100 kg. 14,50 Euro, bis 300 kg. 25 Euro, bis 750 kg. 50 Euro, ab 750 kg. 100 Euro. Zusätzlich: Verpackungspauschale 1 Euro pro Auftrag, Maut 0,50 Euro. Mindest- oder Mindermengenzuschlag gibt es nicht.