Streit um RFID-Patente eskaliert

29. März 2005, 13:43 Uhr |
Angeblich sollen weltweit bis zu 3.000 Patente im Zusammenhang mit der RFID-Technologie stehen (Bild: Metro Group)

Streit um RFID-Patente eskaliert. Intermec Technologies, Anbieter von Hardware für RFID-Etikettierung, hat gegen den Mitbewerber Symbol Technologies eine Patentklage eingereicht. Der wiederum hatte Intermec bereits am 11. März wegen des selben Vergehens angeklagt.

Streit um RFID-Patente eskaliert

Sollte sich Intermec mit seinen Ansprüchen durchsetzen, so Branchenbeobachter, dann könnte das die Verbreitung der Technologie behindern: Verlangt Intermec nämlich künftig Gebühren für RFID-Tags, dürfte es schwieriger werden, die interessanten Preispunkte zu treffen. Außerdem könnte die jetzt eingereichte Klage eine ganze Prozesslawine auslösen: Da RFID keine wirklich neue Technologie ist, werden die in dem Zusammenhang mit der Funktechnologie weltweit existierenden Patente auf rund 3.000 geschätzt. Intermec begründet seine Ansprüche mit Patenten, die das Unternehmen von IBM gekauft hat. Aufgrund dieser Patente kam es bereits zwischen Intermec und Matrics zu Auseinandersetzungen. Nach der Übernahme von Matrics durch Symbol wurde zunächst eine schiedliche Lösung angestrebt. Das Einreichen einer Patentklage durch Symbol gegen Intermec und die gleichzeitig gemachte Ankündigung, dass Symbol Intermec nicht mehr mit Technologiebausteinen für Barcodescanner beliefern wird, die Intermec bis dahin in seinen Geräten verwendet hatte, mussten aber als Scheitern der Gespräche gewertet werden. Nun hat Intermec seinerseits Klage eingereicht und behauptet, Symbol verstoße gegen insgesamt sechs Intermec-Patente.


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