Genetec-Report: Sicherheit wird strategischer Faktor
Laut dem aktuellen Jahresreport von Genetec entwickelt sich physische Sicherheit zunehmend zu einem strategischen Geschäftsfeld. Die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter über 7.300 Fachleuten zeigen unter anderem einen starken Anstieg des Interesses an KI, die Relevanz hybrider Cloud-Modelle sowie eine verstärkte Integration sicherheitsrelevanter Systeme in unternehmerische Entscheidungsprozesse.
Der aktuelle Sicherheitsreport von Genetec gibt Einblicke in die Entwicklung physischer Sicherheitssysteme. Die Erhebung unter weltweit mehr als 7.300 Fachleuten – darunter Endnutzer, Systemintegratoren und Sicherheitsplaner – legt nahe, dass physische Sicherheit zunehmend als strategisches Instrument zur Optimierung von Geschäftsprozessen verstanden wird. Sie diene nicht mehr ausschließlich dem Schutz, sondern soll aktiv zur Zielerreichung beitragen und die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit fördern.
Moderne Sicherheitsarchitektur setzt auf Integration
Wie aus der Studie hervorgeht, priorisieren viele Unternehmen die Modernisierung ihrer Sicherheitsinfrastruktur. 70 Prozent der Befragten setzen laut Genetec bereits auf integrierte oder vereinheitlichte Systeme. Als Hauptgründe für die Ablösung veralteter Technologien nennen 60 Prozent die Notwendigkeit der Systemkompatibilität, gefolgt von dem Wunsch nach erweiterten Funktionen (51 Prozent). Diese Entwicklungen spiegeln den Bedarf wider, aus bestehenden Investitionen mehr operative Erkenntnisse zu gewinnen.
Anbieterstabilität als zentrales Auswahlkriterium
Bei der Wahl eines Sicherheitspartners legen Unternehmen laut Report zunehmend Wert auf dessen langfristige Stabilität. Für 73 Prozent der Endnutzer sei die wirtschaftliche Solidität des Anbieters ausschlaggebend. Aspekte wie Produktqualität (45 Prozent) und Preisgestaltung (43 Prozent) folgen mit deutlichem Abstand. Genetec sieht hierin eine klare Tendenz zu langfristigen Partnerschaften mit technologiegetriebenen Herstellern.
Wachsende Bedeutung von KI in Sicherheitsanwendungen
Die Nachfrage nach KI-gestützten Systemen habe sich im Vergleich zum Vorjahr laut Genetec mehr als verdoppelt. Besonders gefragt seien Funktionen zur Alarmklassifizierung, Ermittlungsunterstützung und Geräuschfilterung. Gleichwohl äußern 70 Prozent der Befragten Bedenken hinsichtlich Transparenz und Datenverwendung – ein Hinweis auf den Bedarf an nachvollziehbaren Implementierungskonzepten seitens der Hersteller.
Hybrid-Cloud-Modelle im Fokus
Die hybride Bereitstellung von Sicherheitsanwendungen gewinnt laut Bericht weiter an Bedeutung. Unternehmen streben demnach nach Flexibilität bei der Entscheidung, welche Workloads lokal verbleiben und welche in die Cloud ausgelagert werden. Vorteile wie automatische Updates, vereinfachte Wartung und schnellere Bereitstellung machen cloudbasierte Architekturen laut Genetec zunehmend attraktiv.
Ausblick auf 2026
Für das Jahr 2026 erwartet Genetec einen weiteren Ausbau der Zutrittskontrollsysteme, verstärkte Cybersicherheitsinitiativen sowie den zunehmenden Einsatz analytischer Werkzeuge. Regionale Unterschiede und priorisierte Maßnahmen finden sich im vollständigen Bericht, der Unternehmen als Planungsgrundlage dienen soll.