Deutschland gilt nicht als idealer Nährboden für junge Unternehmen – es mangelt an risikofreudigen Investoren und am Gründer-Spirit. Die diesjährige CeBIT macht Hoffnung.
Die digitale Transformation verändert alle Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Den digitalen Geschäftsmodellen gehört die Zukunft, das zeigen Superplayer wie Google, Facebook und Amazon. Sie sind erst die Vorhut. Denn ähnlich wie in den Anfangsjahren der Industrialisierung gibt es jetzt Riesenchancen für innovative Firmengründer.
Vorreiter sind die USA. Nicht nur im Silicon Valley schießen täglich junge Unternehmen aus dem Boden. Sie profitieren von einem risikofreudigen Wirtschaftsklima, von dem Unternehmer in Deutschland nur träumen können. In den USA wird 40-mal mehr Venture Capital investiert als hierzulande, so der Bitkom. Im europäischen Vergleich rangiert Deutschland nur im Mittelfeld.
Zur CeBIT hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel deshalb zwei neue Förderinstrumente mit einem Volumen von mehreren hundert Millionen Euro vorgestellt. Niklas Veltkamp, Bitkom-Geschäftsleiter, wertet die Initiative als gutes Zeichen für die Start-up-Szene. »Viel zu wenigen deutschen Start-ups gelingt es, international zu expandieren. Zu oft fehle Wachstumskapital«, so Veltkamp.