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Bitkom-Umfrage unter Händlern

Formen der Digitalisierung im Handel - Realität und Anspruch

Autor: Redaktion connect-professional • 21.6.2017 • ca. 1:35 Min

Inhalt
  1. Herausforderung Digitalisierung
  2. Formen der Digitalisierung im Handel - Realität und Anspruch
  3. Chance und Challenge zugleich

Beim Einsatz digitaler Anwendungen ist die klassische Bürosoftware inzwischen zwar Standard: Zwei Drittel der Händler (66 Prozent) verschicken ihre Rechnungen elektronisch, je 49 Prozent haben ein Warenwirtschaftssystem in Echtzeit und verfolgen Sendungen digital. Geht es aber um smartere Software wie Cloud-Computing (36 Prozent) oder Big Data Analytics (22 Prozent) sieht es eher dürftig aus. Nur bei knapp jedem Dritten (31 Prozent) beziehungsweise jedem vierten Unternehmen (23 Prozent) wird der Einsatz solcher Lösungen diskutiert oder ist geplant. Weitgehend unbekannt und dementsprechend selten diskutiert oder geplant wird der Einsatz disruptiver Technologien wie Drohnen (4 Prozent), Virtual Reality (4 Prozent), Roboter (9 Prozent) oder Künstliche Intelligenz (10 Prozent). „Allein mit Software zur Erstellung der Dienstpläne für die Mitarbeiter kann ein Händler künftig nicht mehr mithalten. Gerade im Handel ist Digitalisierung der Schlüssel zu neuem Wachstum“, prognostizierte Rohleder.

Digitale Services als Business Enabler wahrnehmen
Fortschrittlicher sind die stationär und online tätigen Händler, wenn es um konkrete digitale Services für den Kunden geht. So bietet bereits jeder Zweite (52 Prozent) die Möglichkeit der Lieferung am selben Tag der Bestellung (Same Day Delivery), 11 Prozent liefern sogar zur selben Stunde (Same Hour Delivery). Je ein weiteres Fünftel (21 Prozent) diskutiert oder plant diese Liefermodelle. Auch Click & Collect, also die Möglichkeit die Ware im Internet zu bestellen und im Laden versandkostenfrei abzuholen, bieten schon 54 Prozent der Händler an, 17 Prozent planen oder diskutieren diesen Service. Klassisch verläuft dagegen meist noch die Kommunikation mit dem Kunden, also per Mail (96 Prozent) oder Telefon (84 Prozent). Video- (4 Prozent), Text-Chat (6 Prozent) und Messaging-App-Services (6 Prozent) sind dagegen noch nicht verbreitet. „All diese Kundenservices sind für den stationären Handel eine ausgezeichnete Möglichkeit, reale Produkte in eine digitale Erlebniswelt zu integrieren und mit einer individuellen Beratung und einer persönlichen Kundenansprache zu verbinden“, so Rohleder.

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