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Michael Schickram im Porträt

Firmensitz: Eigene Garage

Autor: Ulrike Garlet • 18.1.2010 • ca. 1:05 Min

Weil der Studiengang Informatik damals in Regensburg noch nicht angeboten wurde, schrieb er sich für BWL ein. Seine Leidenschaft allerdings blieb auch während des Wirtschaftsstudiums alles, was mit Computern und EDV zu tun hat – und daran hat sich bis heute nichts geändert. Für dieses Steckenpferd war Michael Schickram in seiner Heimatstadt schon lange vor der Gründung der eigenen Firma bekannt. »Die Leute haben mich um Rat gefragt, wenn sie einen Computer kaufen wollten.« Als sich wieder einmal ein Bekannter Einkaufstipps holte, fiel dem Studenten auf, dass die Einkaufsmöglichkeiten für alles, was mit IT zu tun hat, in Schwandorf schlecht sind.

So kam er auf die Idee, einfach selbst Abhilfe zu schaffen. Die Gründung der Firma, die heute vor allem durch ihre Beständigkeit auffällt, wurde nicht von langer Hand geplant. Es gab keine Business-Pläne und keine langfristigen Umsatzziele. Die Entscheidung, das Hobby zum Beruf zu machen, trafen er und sein Freund Andreas Feller am Stammtisch, zwischen Klausuren und der Arbeit am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik. »Wir wollten sehen wie es in der Realität abläuft«, begründet Schickram den spontanen Entschluss.

Startkapital war zunächst Fehlanzeige. Die ersten Gewinne mussten sie zurücklegen, um Büroausstattung zu kaufen. »Es ist aber überraschend gut angelaufen«, erinnert sich Schickram heute. Als ersten Firmensitz haben sie den eigenen Keller ausgebaut, dann zusätzliche Keller in der Nachbarschaft angemietet. 1995 konnten sie schließlich den Umzug in das zweistöckige Gebäude finanzieren, das heute noch der Firmensitz des mittelständischen Systemhauses ist.