Virtualisierungs-Server
Internen Speicher braucht ein Server für virtualisierte Umgebungen dagegen eher weniger, denn er wird in aller Regel an ein Speichernetz angebunden, auf das dann alle Server im Rechenzentrum zugreifen. Dafür aber ausreichend Ports, um diese ausgelagerte Speicherarchitektur auch schnell genug zu erreichen. Als herausfordernd könne es sich erweisen, »die neu entwickelten Funktionen für Virtualisierung immer zeitnah in die Server zu integrieren«, meint Günther Aust, Produktmanager Infrastrukturprodukte bei Fujitsu-Siemens. Lars Henkel, Business Development Management für ThinkServer bei Lenovo, verweist auf die Kundenanforderungen: »Es kommt immer darauf an, wie viele Server beispielsweise ein Kunde auf dem System unterbringen will.«
Nicht wenige Anbieter werben heute für ihre neuen Servermodelle gezielt mit dem Argument, sie seien für virtuelle Umgebungen optimiert oder entworfen. Zwei Beispiele: In Dells Server M und R 805 beziehungsweise 905 sind bereits mit Microsofts Lösungen für die Verwaltung virtualisierter Umgebungen integriert. Microsoft Server 2008 mit Hyper-V kommt bei Power-Edge-Maschinen vorinstalliert. Dumm nur, wenn der Kunde lieber auf VMware oder Citrix zurückgreifen möchte.
Sun erweiterte kürzlich sein Portfolio an Xeon-Server um einige ebenfalls besonders virtualisierungstaugliche: die Modelle Sun Enterprise T5440, Fire X4450 und Sun Blade X6450. Alle arbeiten mit der Vier-Sockel-CPU Xeon Serie 7400, sind hochskalierbar und kommen mit vielen freien Slots für Arbeitsspeicher. Dazu kommen, wie oben schon erwähnt, IBMs z-Series und andere Alternativen. Der neue z-10 reicht als Plattform für 232 x86-Server und verbraucht gegenüber dem Vorläufermodell, so IBM, bei etwa doppelter Leistung nur die Hälfte des Stroms. Ein Gerät fasst bis zu zehn Prozessoren, fünf davon anwendungsspezifische.