Unter der Bezeichnung Konvergenz laufen bereits seit Ende der 1990er-Jahre Bestrebungen, alle Telekommunikationsdienste auf die universelle Technologie Ethernet/IP zu migrieren. Das Hauptmotiv ist eine deutliche Reduktion der Kosten durch die Vereinheitlichung des Übertragungs- und Zugangsnetzes sowie der entsprechenden Managementdienste. Über die Ziele dieser Entwicklung herrscht weitgehende Einigkeit. Deutlich schwieriger ist es mit allgemeingültigen Aussagen zum optimalen Timing. Wie das Beispiel Voice over IP (VoIP) gezeigt hat, verläuft die Migration zu IP oft sprunghaft und kann sich über Jahre hinziehen.
Unter diesen Voraussetzungen bringt der Einsatz von Kabelfernsehen parallel zum IP-Pfad entscheidende Vorteile:
• Telekommunikationsanbieter sind in der Lage, in kurzer Zeit und mit vergleichbar wenig Aufwand ein umfangreiches und qualitativ hochwertiges Angebot an Fernsehdiensten zur Verfügung zu stellen.
• Kabelnetzanbieter können unmittelbar auf den Netzausbau mit Glasfaser umsteigen und ihre bewährten Dienste um ein leistungsfähiges Internet-Angebot erweitern.
• Sobald die kommerziellen und technischen Voraussetzungen stimmen, lässt sich IPTV schrittweise einführen
• Privathaushalte können ihre vorhandene Infrastruktur (Koaxialverkabelung, Dosen, Digital-TV-Settop-Boxen) weiterverwenden.