Der Königsweg für die Zukunft
„Eine hochleistungsfähige Datenpipeline im Haus wird künftig so unentbehrlich wie die Wasser- und Stromversorgung. Dem Kabelanschluss wird dabei nach Plänen der Kabelnetzbetreiber die Funktion eines ,Homeservers‘ zuwachsen, der neben Internet, Telefon und TV auch Musik, Bilder und On-Demand-Angebote für Endgeräte aller Art zur Verfügung stellt. Ob die Informations- und Unterhaltungsangebote live über den klassischen Rundfunk (Broadcast) auf den Schirm kommen oder als IP-Datenstrom aus dem Netz gezogen werden (Broadband), braucht den Kabelnutzer nicht zu kümmern; alle Inhalte und Dienste greifen nahtlos ineinander.
Freilich muss die schöne neue Medien- und Kommunikationswelt auch bezahlbar bleiben. FTTH mag der Königsweg für die Zukunft sein, aber auch der teuerste. Anwendungen, die einen FTTH-Anschluss erfordern, gibt es bis heute kaum. ,Fibre Power‘ spielt bereits bei den Kabelnetzbetreibern eine große Rolle - ihre Netze sind hybrid mit einem hohen Glasfaseranteil aufgebaut und verzweigen sich zum Kunden in hoch geschirmtes Koaxialkabel (HFC). Mit 862 MHz Bandbreite bietet diese Kombination schon heute eine Kapazität von über 5 GBit/s. Damit transportiert das Kabel ein umfassendes Produktspektrum - mit viel Luft nach oben.
Kosteneffizient nehmen die Betreiber proportional zur wachsenden Kundennachfrage Schritt für Schritt weitere Glasfaserstrecken in Betrieb, verkleinern Netzcluster und erweitern Systemkapazitäten, um die gleich bleibende Qualität ihrer Dienste zu sichern und höchste Bandbreiten für den Endkunden zu gewährleisten. Damit entwickelt sich das HFC-Netz organisch - das heißt ohne technische wie finanzielle Abenteuer, zu einem immer höher integrierten Glasfasernetz (,Deep Fibre‘). Auf diese Weise wollen die großen Kabelnetzbetreiber ihren Kunden auch langfristig nicht nur die hochwertigsten, sondern auch die günstigsten Angebote bereitstellen."