Interview

Die gemeinsame Produktstrategie von IDS Scheer und Software AG

17. November 2009, 6:12 Uhr | Markus Bereszewski
Wolfram Jost ist Produktvorstand bei IDS Scheer.

Nach vollzogener Übernahme operieren die beiden Geschäftsprozessmanagement-Spezialisten IDS Scheer und Software AG (SAG) mit einem gemeinsamen Metadatenmodell, verrät uns IDS-Produktvorstand Wolfram Jost im Gespräch. Er kündigt auch weitere Branchenlösungen an und sieht mit dem Cloud Computing auf CIOs Prozessarbeit zukommen.

Warum macht die Vereinigung von IDS Scheer und SAG Sinn?
Jost: Im IT-Bereich zählt Größe – die Konsolidierung läuft, weil die globale Erreichbarkeit ausschlaggebend ist. Die SAG ist in den USA und Asia Pacific gut vertreten, IDS in Europa. Wir bilden ein Unternehmen mit einem Umsatz von einer Milliarde Euro und müssen sogar noch weiter wachsen.

Organisch oder per Zukauf?
Jost: In zwei bis drei Jahren vielleicht auch mit Akquisitionen. Bei vielen großen IT-Unternehmen stammt ja die Innovation inzwischen aus Übernahmen, wobei die Gefahr besteht, dass der Fokus verloren geht. Da habe ich aber bei uns keine Bedenken, denn unser Innovationsprozess ist gut organisiert: IDS Scheer hat noch nie ein anderes Unternehmen übernommen.

Werden beide Namen erhalten bleiben?
Jost: Partiell ja. Die künftige SAG wird vier Marken besitzen: Aris, Webmethods, Adabas/Natural sowie IDS Scheer Consulting.

Wie wollen Sie die beiden Business-Process-Management-Technologien (BPM) zusammenführen?
Jost: Es entsteht ein geschlossener Kreis aus der geschäftsorientierten Aris-Welt mit Strategie, Design, Implementierung und Controlling sowie der technikorientierten Ausführung der Modelle mit Webmethods. Dafür synchronisieren wir die Repositories von Aris und Centrasite, der SOA-Governance-Komponente der SAG. Es entsteht also keine physische Integration, sondern eine Föderation: Wir legen eine Schicht über die beiden Repositories, so dass sie dem Anwender sie als ein einziges erscheinen.


  1. Die gemeinsame Produktstrategie von IDS Scheer und Software AG
  2. Die Rolle branchenspezifischer Prozessszenarien
  3. Neue Management-Informationssysteme gefragt
  4. Vom Modell zur Implementierung
  5. Neutrale BPM-Plattform
  6. Hauptprobleme beim Cloud Computing

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