Gartner-Analysten predigen eine Performance-getriebene Unternehmenskultur. Steht den Unternehmen mit Geschäfts- und Prozess-Performance-Management sowie ereignisgetriebenen Architekturen eine Neugestaltung der Führungsinformationssysteme bevor?
Jost: Heutige Management-Informationssysteme liefern keinen ganzheitlichen Blick mehr auf die Performance eines Unternehmens, weil ihr Fokus auf Vergangenheitsdaten und kaufmännische Finanzzahlen liegt. Sie gehen davon aus, dass vieles planbar ist. Aber wenn wir heute schon nicht wissen, was im nächsten Quartal auf uns zukommt, wie sollen wir dann die nächsten zwei Jahre voraussehen? Langfristige Planungshorizonte werden also kurzfristigen Reaktionszyklen weichen – und dafür kann ich mich nicht mehr ausschließlich auf Finanzkennzahlen verlassen: Die Planungssysteme werden also einen stärkern Prozess-Fokus bekommen.
Gartner bezeichnet das BPM als eine niedrig hängende Frucht für CIOs. Lässt sich hier tatsächlich schnell Geschäftswert generieren?
Jost: Um Prozesseffizienzen zu realisieren, sind keine riesigen Investitionen oder Projekte erforderlich. Die Unternehmen wissen ja oft selbst, wo Potenziale schlummern und sie arbeiten daran mit den beliebten EVP-Werkzeugen – Excel, Visio und Powerpoint. Aber BPM muss strukturiert und professionell angegangen werden – und nicht aus dem Bauch heraus.
Die EVP-Tools sind eben allen vertraut und einfach zu bedienen.
Jost: Aris Express, unsere Einstiegslösung für Mittelständler oder Fachabteilungen, kostet nichts, die Spreadsheets sind einfach zu modellieren und es steckt mehr Intelligenz dahinter. Wer will, kann die Daten anschließend in die professionelle Aris-Version hineinladen.
Einfache Modellierung? Wie belegen sie das?
Jost: Durch Nutzerzahlen. Aris Express ist seit einem halben Jahr verfügbar und 8.000 Mal von der Aris Community-Plattform heruntergeladen worden.