Aber auch produktseitig war Xiaomis Osterkorb prall gefüllt. Das gerade erst vorgestellte Flaggschiff »Mi 11« bekommt gleich vier neue Begleiter zur Seite gestellt: »Mi 11 Lite«, »Mi 11i«, »Mi 11 Pro« und »Mi 11 Ultra«. Beim Mi 11 Pro und Mi 11 Ultra handelt es sich um Edel-Versionen mit zusätzlichen Upgrades, während das Mi 11 Lite mit etwas abgespeckten Features einen günstigeren Einstiegspunkt setzt und das Mi 11i einen größeren Akku bietet.
Schon äußerlich ist das Mi 11 Lite augenscheinlich der kleinste Spross der Familie. Das AMOLED-Display wurde hier auf 6,55 Zoll geschrumpft und schafft nur eine Auflösung von 2.400 x 1080 Pixeln (Full HD+) sowie eine Bildwiederholfrequenz von 90 Hz. Statt unter dem Glas sitzt der Fingerabdrucksensor an der Seite. Angetrieben wird es von Qualcomms Snapdragon 732G, in der 5G-Version vom Snapdragon 780G. In der Grundausstattung gibt es dazu 6 GByte Arbeits- und 64 GByte internen Speicher, der gegen Aufpreis verdoppelt wird. Das 5G-Modell kommt bereits 128 GByte Speicher und ist zudem mit 8 GByte Arbeitsspeicher zu haben.
Deutliche Abstriche macht Xiaomi bei der Triple-Kamera, deren Hauptmodul sich mit 64 Megapixeln begnügen muss. Das Weitwinkelobjektiv knipst mit 8 Megapixeln, die Telemakrokamera kommt auf 5 Megapixel. Selfies werden mit 16 Megapixeln aufgenommen. Auch die Konnektivität ist mit WLAN 6 (802.11ax) etwas eingeschränkter als beim Mi 11. Der Akku fasst 4250 mAh, kann allerdings mit 33 Watt nur etwas mehr als halb so schnell geladen werden, wie beim großen Bruder. Dafür ist das Mi 11 Lite mit 6,81 Millimetern äußerst schlank und soll nur etwa 300 Euro kosten, in der 5G-Version rund 70 Euro mehr.
Einen anderen Fokus setzt Xiaomi beim Mi 11i, das mit rund 650 Euro sowohl preislich als auch bei der Ausstattung und Leistung deutlich näher am Mi 11 liegt, mit dem es sich etwa Qualcomms aktuellen Spitzen-SoC Snapdragon 888 sowie die Ausstattung mit schnellen 8 GByte LPDDR5-RAM und 128GByte (/ 256 GByte) UFS-3.1-Speicher teilt. Das Display ist mit 6,67-Zoll nur minimal kleiner, was vor allem daran liegt, dass es auf die abgerundeten Kanten der teureren Modelle verzichtet. Bei der Auflösung (FHD+) orientiert es sich zwar am Lite-Modell, beherrscht aber die volle Bildwiederholrate von 120 Hz sowie HDR10+. Der Fingerabdrucksensor ist auch bei diesem Modell auf der Seite zu finden.
Auch die Triple-Kamera orientiert sich im Wesentlichen am Mi 11 und bietet ebenfalls einen Hauptsensor mit 108 Megapixeln sowie ein Telemakro mit 5 Megapixeln. Allerdings liefert das Weitwinkel-Objektiv nur 8 statt 13 Megapixel. Die Frontkamera liegt mit ihren 20 Megapixeln und KI-Unterstützung hingegen wieder auf dem Niveau des großen Bruders. Der Akku liefert 4,520mAh, kann aber wie beim Lite-Modell nur mit höchstens 33 Watt nachgeladen werden. Für guten Sound sorgen Dual-Lautsprecher mit Unterstützung für Dolby Atmos. Insgesamt ist das Mi 11i somit eine nur leicht abgespeckte Variante des Mi 11, die auf edles Design in einem 7,8 Millimeter dünnen Glaskörper setzt.