»Das IoT ist die dritte große Welle der Digitalisierung, in der wir bereits mittendrin stecken und die uns auch noch sehr lange beschäftigen wird«, meint Jan Rodig. Der CEO des IoT-Dienstleisters Tresmo berät zahlreiche mittelständische und international agierende Industrieunternehmen zu IoT-Innovationen und –Geschäftsmodellen. Er hält die Auswirkungen von Industrie 4.0 für gravierend. »Für Unternehmen, insbesondere die Industrie, ändert sich mittelfristig fast alles. Einerseits vernetzen sie ihre Produktion, um effizienter, transparenter und mit besserer Qualität sowie in kleineren Losgrößen produzieren zu können. Andererseits fragen die Kunden immer stärker vernetzte Produkte mit ergänzenden digitalen Services nach, die auch innovative neue Geschäftsmodelle ermöglichen«, so Rodig im Gespräch mit CRN.
Ob Unternehmen mit digitalen Services in Industrie 4.0 und IoT Geld verdienen können hänge laut Rodig davon ab, wie die Wettbewerbs- und Kundensituation im betreffenden Marktsegmentaussieht. »Generell werden verstärkt digitale Services, Daten und auch der Zugang zu den Kunden monetarisiert sowie nutzungs- oder erfolgsabhängige Erlösmodelle eingeführt. Da der Wettbewerb mit reiner ‘Hardware‘ – also Maschinen oder Anlagen – zunehmend härter wird und die Margen sukzessive sinken, ist die Digitalisierung die nächste große Entwicklungsstufe der Differenzierung. Damit wird dann am Ende möglicherweise in vielen Fällen gar nicht unbedingt mehr Geld verdient, aber die Unternehmen sichern ihr zukünftiges Bestehen ab.« Rodig sieht jedenfalls bei fast allen größeren Unternehmen erhebliche Potenziale – entweder bei der Vernetzung der Wertschöpfungskette oder bei Smart Products und Services.