Smart Home gewinnt an Fahrt

Raus aus der Nische

3. Juni 2016, 10:25 Uhr | Timo Scheibe

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Rainer Büter von Eno
Rainer Büter von Eno

Dass hier noch Nachholbedarf besteht, verdeutlich auch ein Blick auf eine Context-Studie. So gaben 57 Prozent der befragten Verbraucher in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien an, dass sie Beratungsbedarf beim Thema Smart Home haben, sich aber im Fachhandel nicht entsprechend gut aufgehoben fühlen. »Der Fachhandel muss proaktiv seine Kunden auf die Smart Home-Lösungen ansprechen und darüber informieren«, erklärt Ansgar Wecks, Produkt-Manager bei Michael Telecom. Anwender benötigen umfangreiche Unterstützung bei Konzeption, Installation und Konfiguration der Lösung. Nur Fachhändler, die sich die nötige Expertise im Vorfeld erarbeiten und vom Anwender als Experte wahrgenommen werden, können beim Nutzer punkten und sich zudem vom reinen Online-Handel, der diese Beratungskompetenz nicht liefern kann, abgrenzen.

Bei den Online-Shops hat derzeit Amazon in Deutschland die Nase vorn. Für 87 Prozent der Verbraucher ist laut Context der Etail-Riese die Bezugsquelle Nummer eins für Smart Home-Produkte. Bei den Fachmärkten dominiert Media Markt mit 81,8 Prozent das Feld. »In diesem Jahr wird sich entscheiden, wer sich erfolgreich seinen Teil des Smart Home-Marktes sichert«, kündigt Büter von Eno an. Schließlich sei das Thema beim Verbraucher bereits präsent und der Reseller habe mit dem Verkauf von Tablet oder Smartphone als Controller bereits einen ersten Kontakt zum Kunden. Schafft er es, ihn mit einer konkreten Anwendung abzuholen, ist laut Büter das Interesse geweckt. »Wenn das Einsteigerpaket installiert ist, zeigt die Erfahrung, dass die Erweiterungen fast von selbst kommen«, berichtet der Eno-Manager.

Bis dahin ist es für den Fachhandel noch ein weiter Weg. Betrachtet man die Ergebnisse der Context-Studie, droht er sogar, den Anschluss zu verlieren. So rechnen die Befragten vor allem Telekom-Serviceanbietern die höchste Kompetenz beim Thema Smart Home zu. Dahinter folgen Energieversorgungsunternehmen und die großen Technikfachhändler. Erst auf den weiteren Plätzen landen laut Context die Technik-Ladengeschäfte, Do-it-Yourself-Anbieter und der lokale Handwerker.


  1. Raus aus der Nische
  2. Lösungen vor Ort präsentieren
  3. Mehrheit wünscht sich die smarte Küche

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