Gegen den europaweiten Trend entwickelt sich der deutsche Server-Markt 2015 recht stabil. Davon profitieren auch die deutschen Eigenmarkenfertiger, die ihr Server-Portfolio gezielt in Richtung höherwertige Lösungen ausbauen.
IT-Trends wie Cloud Computing, Big Data, Social Media und Mobility lassen immer mehr Rechenzentren aus dem Boden sprießen. Selbst mittelständische Unternehmen müssen heute wachsende Datenmengen speichern, verwalten und analysieren. Dafür benötigen sie leistungsfähige Server, Storage- und Netzwerkprodukte. Die steigenden Anforderungen an die IT-Infrastruktur müssten also auch bei den Hardware-Herstellern die Kasse klingeln lassen. Viele Unternehmen scheuen aber auch den kostspieligen Aufbau und Betrieb einer eigenen IT-Infrastruktur und nutzen verstärkt Services von Cloud-Dienstleistern und Managed Service-Anbietern.
Die Nachfrage nach Servern geht deshalb keineswegs durch die Decke. Europaweit sind die Absätze seit Jahresbeginn wieder rückläufig. Laut dem Marktforschungsinstitut Gartner wurden im zweiten Quartal 2015 in der EMEA-Region 5,6 Prozent weniger Server verkauft als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Die Umsätze gingen um 2,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar zurück. Gartner führt die schwache Nachfrage auf den starken US-Dollar und die wirtschaftliche Unsicherheit in der Region zurück. Vor allem in Westeuropa hätten sich die Wechselkursschwankungen negativ auf die Investitionsbereitschaft ausgewirkt, so Gartner Vice President Jeffrey Hewitt. Viele Unternehmen hätten deshalb Investitionen vorgezogen und nicht bis zum dritten oder vierten Quartal gewartet.